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Die Idee Ko'embota wurde 1999 in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, geboren, als zehn befreundete Ehepaare ihre Zivilcourage bündelten. Von Anfang an war das Ziel in den extrem armen Wohnvierteln Paraguays im Stadtteil Lambaré Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Aktivitäten fanden immer samstags statt und beinhalteten u.a. die Erwachsenenbildung und fachliche Beratung in lebenswichtigen Fragen.

Einige der Gründer aus Asunción

Die Zusammenarbeit mit dem FONDO CHRISTIANO CANADIENSE verstärkte diese Aktivitäten. Nach einigen Treffen auch mit dem Nachbarschaftskomitee von Villa Serenidad, einem Art Gemeinderat des Wohnviertels, konnte das Vertrauen und Engagement aufgebaut werden, größere Projekte auf den Weg zu bringen. Die Menschen in den Wohnvierteln schöpften zum Einen Hoffnung durch die Hilfe, hatten aber andererseits Ängste vor möglichen Enttäuschungen (die es in der Vergangenheit mit anderen Hilfsorganisationen bereits gegeben hatte).

Dann wurde ein Sozial- und Entwicklungsberater eingestellt, der die Stärken und Schwächen der Gemeinschaft analysierte: die Arbeits- und Lebensverhältnisse, die medizinische und schulische Versorgung, der Ernährungs- und Hygienestand.

Die Probleme bestanden vor allem in:

  • Mangel an Kindergärten

  •  Mangelhafte Gesundheitsversorgung

  • Mangel an schulischer Weiterbildung

  • Mangel an Ärzten- und Zahnärzten

  • Mangel an Arbeitsplätzen

  • Mangel an ausgebildeten Führungskräften

  • Mangel an Wissen über gesunde Ernährung

Die Stärken waren:

  • Die Bereitschaft, sich weiterzubilden und dazu zu lernen

  • Der Wille zu arbeiten

  • Der Wille, die Gesamtsituation zu verbessern und dafür aktiv zu werden

  • Das gewachsene Vertrauen in die Mitglieder der Organisation

Das Projekt "Dialogo" (Dialog) begann zunächst im Vorort Villa Serenidad (ca. 80 Familien) im Stadtteil Lambaré der Hauptstadt Asunción. Dann folgten die Vororte Villa Stella Maris, Villa Caacupemí und Villa Covi. Insgesamt können so etwa 240 Familien mit 250 Kindern erreicht werden

Folgende Aktivitäten werden oder wurden bisher vor Ort durchgeführt:

Für Kinder und Jugendliche:

  • Morgendliche Ernährungsunterstützung (2.150.000 Gläser Milch pro Monat!)

  • 1x wöchentlich Mittagessen zur Ernährungsunterstützung

  • Gesundheitskampagnen und Impfungen: z.B. die Kampagne gegen Parasiten erreichte etwa 820 Kinder, 250 Mütter und Kinder wurden gegen Röteln geimpft

  • Aufbau einer Jugendgruppe

  • Hausaufgabenbetreuung morgens und nachmittags für insgesamt etwa 250 Schulkinder

  • 1x wöchentlich Frühförderung für 80 Vorschulkinder mit Einbezug der Mütter

  • Bereitstellung von Schulmaterialien für die Schüler

  • Diagnose des Ernährungszustandes von bisher 250 Kindern, davon waren 80 Kinder mangelernährt, und umfassende Ernährungsberatung

Für Erwachsene:

  • Erwachsenenbildung, um z. T. grundlegendste medizinische, hygienische oder erzieherische Kenntnisse zu vermitteln; ebenso Unterricht in Lesen und Schreiben, Englisch und handwerkliche Fähigkeiten

  • Vorträge und Beratung durch Fachleute z.B. in Themen wie Schwangerschaft, Arbeitsmöglichkeiten, Ernährung, Hygiene etc.

  • 2x pro Woche Alphabetisierungsunterricht für Erwachsene

Für die Organisation:

  • Bau eines Stiftungsgebäudes, das Raum für Klassenzimmer, Kinderbetreuung, Ernährungsunterstützung und Erwachsenenbildung bietet

  • Festanstellung von 3 Lehrerinnen

  • Festanstellung eines Ernährungsberaters

Bereits jetzt gibt es viele kleine weitere Ziele, die mit der Zeit umgesetzt werden sollen. Darunter die Ausweitung des Programms, um mehr Kinder zu erreichen, und der Ernährungsunterstützung.

Informieren Sie sich über alle Aktivitäten von Ko'embota e.V. in Münster auf dieser Seite!

 

 

 

 

 

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